Regensburg: Vertriebene sprechen Klartext


Eingestellt am: 14. Dezember 2008

regensburg-digital berichtet über einen Vortrag von Erich Später über rechtsextreme Strömungen bei den Vertriebenen. Unter den Gästen waren auch Vertreter der Vertriebenenverbände selber, insbesondere der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Und, anders als bei anderen Veranstaltungen, gingen diese nicht nach dem Vortrag wutschnaubend aus dem Raum, sondern machten den Fehler, sich öffentlich zu äußern und zeigten so wieder einmal, dass nicht der rechtsetxrem denkende Vertriebenenfunktionär die Ausnahme ist, sondern der nicht-rechtsextreme Vertriebene.

Zum Teil lautstark ist der anschließende Protest der anwesenden Funktionäre. „Sie kommen mir vor, als seien Sie kein Deutscher“, hört man aus der einen Ecke. „Der Altkommunist Wehner hat auch Verbrechen begangen“, aus der anderen. Erhard Lug, Vorsitzender des Witikobundes in Regensburg, ist am lautesten. Erst vor kurzem hat der Verfassungsschutz beim Witikobund „eine Verdichtung von Anhaltspunkten für rechtsextremistische Bestrebungen“ ausgemacht. Bis 1967 wurde diese revanchistische Kaderorganisation mit Überschneidungen zur SL ganz offiziell als rechtsextrem eingestuft. Alle Gründungsmitglieder 1949 waren Mitglieder von NSDAP oder SS. Lugs Schlagworte von „Umerziehung“, den „vielen Schandmalen in Deutschland“ und seine Aufforderung „deutschnational zu denken“ belegen am Mittwoch eindrucksvoll die mehr als fragwürdige Haltung dieses Vereins. Bei offiziellen Terminen posiert [der Regensburger] Oberbürgermeister Hans Schaidinger schon mal mit Lug vor der Kamera. Auch das ist fragwürdig.
Vortrag verärgert fragwürdige Funktionäre, Stefan Aigner, regensburg-digital.de, 12.12.2008

Noch keine Kommentare

Der URI für den TrackBack dieses Eintrags ist: http://feindesland.blogsport.de/2008/12/14/regensburg-vertriebene-sprechen-klartext/trackback/

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Eintrag.

Kommentar hinterlassen

Leider ist der Kommentarbereich für dieses Mal geschlossen.